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Die Kunsthistorikerin Belinda Grace Gardner schreibt 2011 zur Ausstellung Mehr als zu viel anlässlich des 10 jährigen Jubiläums der Galerie der Villa über die Grafiken von Ulrike Schönau: „Spannung beziehen ihre grazilen, titellosen Arbeiten durch den Wechsel zwischen geballten und lockeren, lichten Passagen, kreiselnden Liniendickichten und leeren Arealen.“ Amüsiert unterhält sich Ulrike Schönau während sie zeichnet ohne abzusetzen. Ihre Arbeiten entstehen „nebenher“. Auf gewisse Art und Weise verkörpern sie ein heiteres Chaos, das einem entgegenlacht. Lässt man sich jedoch auf Ulrike Schönau’s Patchwork aus Linien ein, wirken ihre vermeintlich wahllos gekritzelten Striche schwungvoll und souverän. Rhythmen, Flächen und Körper entstehen. Durch schraffierte Flächen wird ihren Arbeiten ein Hell-Dunkel-Kontrast zuteil, der eine Tiefenwirkung und somit eine Räumlichkeit entfacht. Belinda Grace Gardner bezeichnet die grafische Arbeiten Ulrike Schönaus auch als „zweidimensionale Entsprechungen der schwebenden räumlichen Arbeiten“, die Ulrike Schönau seit 2007 baut.