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Rüdiger Frauenhoffer entwickelt aus persönlichen Beziehungen als auch täglichen medialen Ereignissen seine Geschichten. Künstlerkollegen treten darin in Erscheinung, deren Charaktere und Namen mit denen von Akteuren aus der Boulevardpresse zu neuen Figuren kombinierten werden. Einzelne Geschichten sind einzelnen Räumen zugeordnet, an verschiedenen Stellen miteinander verwoben, verweisen aufeinander, finden nach-, um- und ineinander statt. Frauenhoffer schafft damit eine ganze Architektur aus Geschichten – eben seinen Gedankengang.
Zudem lädt er die erwähnten Künstlerkollegen ein, deren Auftritt in seinen Geschichten nach Eröffnungen seiner Ausstellungen zu kommentieren. So reagieren im prozessual angelegten Ausstellungverlauf die Kollegen auf die ohnehin schon sehr verwobenen Geschichten Frauenhoffers. Deren Werke werden zunehmend an Rundgängen sowie allesamt zur Finissage sichtbar.
Rüdiger Frauenhoffer ist während der gesamten Ausstellungsverläufe anwesend, um Künstler und Besucher zu empfangen, um an den Geschichten und Illustrationen sowie an deren gemeinsamen Entwicklungen teilhaben lassen.
Das damit ständig wachsende Gefüge mit all den kleinen Erzählungen und deren unzähligen Verbindungen, Schnittstellen, Schleifen, Verweisen, Übergängen und dann auch Kommentaren der auftretenden Künstler oder Künstlerfiguren ähnelt einem riesigen Netz oder gar dem enzyklopädischen System des World Wide Web. Frauenhoffer greift damit Mechanismen und Techniken der zeitgenössischen Kommunikation auf. Auf charmante Art und Weise hinterfragt er Grenzen des künstlerischen Schaffens und Kuratierens und setzt sich darüber hinweg.


English Version

Rüdiger Frauenhoffer creates his stories out of personal relationships and daily media events. Fellow artists appear, and their personalities and names are combined with those of individuals in the tabloid press to create new figures. Each story has its own room, in some places woven together, interrelated, crossreferenced, occurring after, around and within one another. This way, Frauenhoffer constructs an entire architecture of stories – hence his train of thought.
The aforementioned fellow artists were also invited by him to comment on their appearance in his stories once the exhibition has opened. This way the colleagues contribute to Frauenhoffer’s already very intricate stories during the process-orientated exhibition. His works become increasingly visible during the tours and in total at the finissage event. Rüdiger Frauenhoffer will be present during the entire exhibition, meeting artists and visitors to enable them to participate in the stories and illustrations and their entire development.
This constantly growing fabric with all its short narratives and innumerable connections, interfaces, loops, references, bridges and the commentaries of the participating artists or artist figures resembles a giant web or even the encyclopaedic system of the World Wide Web. Frauenhoffer thus addresses the mechanisms and technologies of contemporary communication. He charmingly questions the limits of artistic creation and curation while simultaneously flouting them.