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Entgegen des Urban Knittings häkelt und strickt der Künstler seine Skulpturen, Objekte und Wesen nicht für den Außenraum. Wulf ist ein passionierter Restesammler und Verwerter, der seine Wahrnehmung von Welt durch prozessuales Arbeiten zu einem Ganzen zusammenstellt. Für seine Werke verwendet er beispielsweise gesammelte Laschen von Dosengetränken oder Wollreste seiner Mutter, die ihm das Stricken und Häkeln beibrachte. Das Gemüsealienmonster mit seinen Zotteln aus silberner und goldener Folie, die als Schutzschild dienen, ist eine menschengroße Figur ohne Gesicht. Wulf betont, dass der Alien seiner Gedankenwelt entsprungen ist und keine Bedrohung darstellt. Grün steht für Grünkohl und die dunklen Farben betonen die Erdverbundenheit.

Kerstin Niemann

 

Andreas Schlaegel schreibt zur Ausstellung Back in Town im Kunsthaus Hamburg 2014 über die Arbeit von Peter Wulf:

Wulf häkelt Skulpturen in stark kontrastierenden Farben, die freischwebend aufgehängt nicht enden wollende Hochhauspanoramen in kantigen, rhythmisch-mäandernden Mustern darstellen. Neuere Arbeiten lösen sich von dem Kontrast von weichem Material und rechtwinkliger Formensprache, zugunsten einer neuen Figuration, die in ihrer Expressivität und ihrer nonchalanten, sehr effektiven Konstruktion an Vogelscheuchen erinnern. Dazu zieht der Künstler Häkelkonstruktionen mit Fransen, Streifen, Durchbrüchen und Ausstülpungen über einzelne Stäbe und lehnt sie an Säulen. Ohne erkennbare Physiognomie wirken sie dennoch anthropomorph, genauer: wie ein passiv abwartender, reservierter Beobachter, der hinter der Säule verstohlen nach der freistehenden Skulptur von Ruth May späht.

Andreas Schlaegel


English Version  

Peter Wulf’s brightly coloured Hochhausdecken are suspended in the exhibition space like stuffed elastic sculptures. The crocheted objects appear neither threatening nor rigid, but rather as if charged with an inner dynamism. The artist arranges colour panels of varying widths within dark surfaces which, as in Op Art, transmit a heightened plastic luminosity. In a pattern consisting of upright rows of linear shapes, the vivid colours alternate and form a kind of urban landscape. Each high rise building is of a different colour and is directly connected to the next building resembling a dense city skyline of tall buildings. As if walking through Manhattan, the viewer takes in the layers and rows of crocheted buildings, of alternating small- and large-scale architecture.

Unlike Urban Knitting, the artist’s crocheted and knitted sculptures, objects and creatures are not intended for the outdoors. Wulf is a passionate collector and recycler of remnants who uses process-based work to complete his perception of the world as a whole. He uses, for instance, ring pulls from drink cans and wool remnants from his mother, who taught him to knit and crochet. The shaggy Gemüsealienmonster, its gold and silver foil "hair" serving as a protective shield, is a faceless, life-size figure. Wulf points out that the Alien is a product of his imagination and is not intended to be threatening. Green represents kale and the dark tones emphasize a connection to the earth.

Kerstin Niemann